Die Bonner Depesche


depesche

Es ist eine liebe Zeit, die gute alte Zeit vor 1900. Im Rheinland auf jeden Fall, in Bonn ganz besonders.

Viele Bonner besitzen „net nur ene Titel“. sondern auch „de Mittel“, eine Stadt der Rentner und Millionäre.

Die Studenten haben noch Schmiss und die Originale sind noch originell.

Das Leben ist beschaulich: „Böwlche drinke, Dehlche esse un Böötche fahre“ und ruhig fließet der Rhein....


Wenn es da nicht einen Kaiser gäbe, der liebt sein Bonn, insbesondere seine Universität und auch den Godesberger Quell, tut er doch Herz und Seele gut.

Dann geht aber „die Post ab“, wenn „Seine Majestät“ geruhen, in der Stadt zu weilen! Verantwortlich für alle postalischen Bedürfnisse des Hofstaates ist ein eigens dafür abgestellter kaiserlich-königlicher Postbeamter. Briefe müssen unverzüglich zugestellt werden ohne das nötige „Schmiergeld“ läuft da gar nichts. Der Kaiser erwartet Zucht und Ordnung und vor allen Dingen Pünktlichkeit, schließlich ist er ja Preuße! Nur der Postbeamte, der ist ein Rheinländer und da fangen die Probleme schon an.


„Küss de hück net, küss de morjen“, das gilt gerade für unseren Christian, de „blaue Chris“, nicht so genannt nach der Farbe seiner preußisch-blauen Uniform, sondern nach seinem Zustand. Er lebt nach der Devise: Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps,oder zwei oder drei ....Und nicht nur das Hochprozentige hat es ihm angetan, nein, da gibt es noch die heißblütige Kaltmamsell aus dem Hotel „Zum goldenen Stern“ am Markt und die Wäscherin von der „Schääl Sick,“ er ist eben dem ein oder anderen „Fisterenöll“ nicht abgeneigt.


Und was das für die kaiserliche Eilpost bedeutet......

Wenn Sie das erfahren wollen, dann müssen Sie in die Stadt kommen!



Ob Sie brunchen oder lunchen, soupieren oder dinieren wollen, dazwischen gibt es noch genügend Zeit, den Christian von der Post durch sein Bonn zu begleiten. Wir enden dann immer in einer alteingesessenen Bonner Gaststätte, denn unser Chris kann „jo ne Stiwwel verdrare“                                                                                                                                                                                                                          

Treffpunkt : vor der Hauptpost / Münsterplatz
Dauer : ca 2 Stunden
Beitrag : 10 €/8 €
Gruppengröße ist auf 30 Personen begrenzt.


Weitere Info unter www.rheinschleier.de



                                                                                                           Dehehm